Fruchtschnitten

Zutaten

  • 300g Trockenfrüchte
  • 50g Nüsse
  • 2 EL Honig
  • 1/2 TL Zimt
  • Zitronenzeste
  • evtl Orangensaft
  • Haferflocken
  • 4-6 Oblaten (115x220mm)

Ich war wandern. Über mehrere Tage. Es macht sich immer gut in solchen Situationen kleine Energieriegel mitzunehmen die man zwischendurch essen kann, ohne Pause zu machen und alles auszupacken. Gerade wenn man 25km mit knapp 15kg auf dem Rücken läuft (weitestgehend untrainiert) merkt man schnell wie so ein Snack auf einmal wieder Energie bringt.

Aber auch wenn man keine Wandertour vor sich hat: Die Fruchtschnitten schmecken sehr lecker. Ich finde fast noch besser als die gekauften.

Als Trockenfrüchte eignen sich vor allem Rosinen und Cranberries. Es schmeckt aber auch lecker mit ein paar getrockneten Kirschen oder Aprikosen. Wichtig ist allerdings, dass die Früchte noch im ganzen sind, sonst kleben sie nicht richtig.

Als Nussmischung empfehle ich Hasel- und Walnüsse, aber auch Erdnüsse machen sich gut.

Für die Veganer unter meinen Lesern: Honig kann man natürlich super durch Agavendicksaft, Reissirup und andere klebrige Süssungsmittel ersetzen 😉

Fruchtschnitten

Die Masse bereitet man am einfachsten in einem Mixer zu. Dafür am besten jede Zutat erst einmal einzeln in den Mixer geben und klein schneiden. Es kann noch Stückig sein, aber die Stücke sollten recht klein sein, damit die Masse am Ende nicht zu große Löcher hat.

Das ganze in einer Schüssel mit Honig, Zitronenzeste und Zimt vermischen und zu einer klebrigen Masse verrühren.

Die Haferflocken kann man jetzt zu einem groben Mehl zerkleinern und untermischen wenn die Masse zu feucht ist. Haferflocken geben der Masse zusätzlich ein bisschen Biss und es schmeckt etwas besser.

Ist die Masse zu trocken mit etwas Orangensaft nachhelfen. Ziel ist es, dass alles fest zusammenklebt und gerade so verteilbar ist (nicht mal richtig Streichfähig: verteilbar)

Das ganze als auf den Oblaten verteilen (ich habe einmal 6 Stück und beim zweiten mal nur 4 Stück voll bekommen. Jeweils dicker oder dünner fallen die Riegel aus) und mit etwas schwerem (z.b. Eimer voll Wasser) beschweren und über Nacht setzen lassen.

Dann in Streifen schneiden und wenn möglich im  Kühlschrank lagern.

Ich habe sie für die Wanderung gemacht und nach mehr als einer Woche noch gegessen. Die meiste Zeit davon mehr oder weniger ungekühlt im Rücksack (nachts war es ca 7°C aber tagsüber noch recht warm).

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Rinderragout mit Tagliatelle

Zutaten

  • 1 Rinderbeinscheibe
  • Tagliatelle
  • 1 Zwiebel
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 2 Stangen Sellerie
  • 3 Möhren
  • 1 Zucchini
  • 1L Rinderbrühe
  • 100ml Rotwein
  • Chiliflocken
  • 1/2 TL Thymian
  • 2 Stängel Rosmarin
  • 3 Stängel Oregano
  • 3 EL Tomatenmark
  • 3 Lorbeerblätter
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Ab und zu muss man sich was gönnen, Essen zelebrieren und sich Zeit nehmen. Hilft, kann ich nur empfehlen.

Ein selbst gekochtes Rinderragout mit Tagliatelle, Rotwein und anschließend frischem Espresso erfüllt auf alle Fälle die Anforderungen an ein korrektes Abendessen und es hat fantastisch geschmeckt.

In der einen Stunde die das Ragout im Ofen verbrachte wurde der Geruch nach Leckerem in der Wohnung überwältigend.

Ein toller Nebeneffekt des Kochens von Fleisch mit Knochen ist, dass man sich am nächsten Tag daraus seinen eigenen Fond kochen kann. Wer das vor hat, sollte alle Abfälle wie Schalen, Knochen, Sehne, etc waschen und aufbewahren.

Ragout

Zur Vorbereitung das Gemüse in etwa gleich große Stücke schneiden. Den Ofen auf ca. 150°C Vorheizen.
Die Zwiebel in einem Brater oder ofenfesten Pfanne anschwitzen. Anschließend die Rinderbeinscheibe dazu und von beiden Seiten anbraten. Den Rest des Gemüses dazu und für wenige Minuten anschwitzen.
Das Gemüse mit Rotwein ablöschen und einkochen. Wenn der Rotwein reduziert ist, mit Brühe auffüllen so, dass das Fleisch (fast) bedeckt ist. Die Restlichen Gewürze dazu geben und alles aufkochen lassen.
Das Ragout nun für 1h in den Ofen. Sollte vom Fleisch noch etwas rausgucken, dann ab und zu mal wenden.
Nach einer Stunde, das Fleisch aus dem Ragout nehmen und die Sauce weiter einkochen lassen. Nebenbei Pastawasser ansetzen und die Nudeln al-dente kochen.
Das Fleisch vom Knochen trennen und Sehnen und Fett wegschneiden. Den Rest in mundgerechte Stücke schneiden und wieder zurück ins Ragout.
Pasta mit Ragout und Parmesan servieren.

Rinderbrühe

Zutaten

  • Knochenreste
  • 2 Möhren
  • 2 Zwiebeln
  • 2 Stangen Sellerie
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 1 TL Pfefferkörner, ganz
  • 1 TL Piment
  • 1 TL Thymian
  • 3 Lorbeerblätter
  • Salz

Brühe selber kochen ist nicht schwer und macht auch nicht besonders viel Arbeit. All die Schalen und Reste die man nicht im Essen haben möchte, sind noch voller Geschmack den man wunderbar als Grundlage für spätere Gerichte verwenden kann.

Eingefroren in Eiswürfelform oder eingekocht als Fond hält sich die Brühe dann auch eine Weile und muss nicht sofort aufgebraucht werden.

Rinderbrühe

Gemüse und (Reste-)Schalen gründlich waschen. Man möchte ja keinen Dreck in der Brühe haben. Die Zwiebeln halbieren und mit der Schnittfläche nach unten in einen ungefetteten, sehr heißen Topf geben bis sie braun werden.

Nebenbei das restliche Gemüse in relativ grobe Stücke schneiden. Es geht im wesentlichen darum, sie in den Topf zu bekommen.

Wenn die Zwiebel ordentlich Farbe bekommen hat, das Gemüse und die Knochen und Fleischreste dazu geben und mit ca. 2L Wasser auffüllen. Die Restlichen Gewürze hinzugeben und alles für 30 Minuten kochen lassen. Dabei den Schaum mit einer Kelle entfernen (Dann wird die Brühe am Ende klar; könnte man sich also auch sparen).

Nach 30 Minuten die Hitze reduzieren und die Brühe für eine Stunde köcheln lassen.

Am Ende den Fond durch ein Sieb gießen und haltbar machen. Wer einkochen möchte, der kocht ein paar Gläser ab (ca. 1L Brühe kommt da raus), befüllt sie mit der heißen Brühe und verschraubt sie fest. Das sollte für ein paar Wochen im Kühlschrank halten.

Ich habe mir Eiswürfelbeutel gekauft und meine Brühe etwas abkühlen lassen und anschließend in Eiswürfelform eingefroren. Mal sehen wie nützlich das wird.

Asiatische Hühnersuppe

Zutaten

  • 400g Hühnchenfleisch
  • 1/2 TL ganzer schwarzer Pfeffer
  • 4 Nelken
  • 1 Zimtstange
  • 1TL Koriander, ganz
  • 1 TL brauner Zucker
  • 2 TL Salz
  • ca 3cm Ingwer, geschält, in Scheiben
  • 2 Chilischoten, ganz
  • 120g Reisnudeln
  • 1 Handvoll Mangold
  • 3 Frühlingszwiebeln

Ab und an scherze ich, dass Hühnersuppe nur deswegen gegen Erkältung hilft, weil soviel Antibiotika im Fleisch übrig geblieben ist. Aber mal im Ernst: Wer von euch hat sich schon mal eine Hühnersuppe wirklich selbst gekocht. Ich auch nicht. Zumindest nicht bisher.

Einer der Gründe für dieses Blog ist, dass ich gerne mal alles selbst gekocht haben will, was man sonst so als selbstverständlich hinnimmt. Suppe bzw. Brühe gehört dazu.

Diese Hühnersuppe hat dazu den leichten asiatischen Hauch von Zimt, Koriander und Ingwer. Als Einlage benutze ich Reisnudeln und Mangold. Zwei weitere Zutaten mit denen ich noch nichts gemacht habe. Sehr zu empfehlen. Statt des Mangolds kann man auch frischen Spinat verwenden.

Ich habe eine recht große Stange Zimt verwendet und ich muss sagen: Es schmeckte mir etwas zu deutlich nach Zimt. Eine kleine. oder halbe Stange sollte völlig ausreichen. Das Aroma kommt über die Zeit.

Auch wenn ich zwei Schoten Chili in die Brühe gegeben habe, war es am Ende überhaupt nicht scharf und ich habe mit Chiliflocken etwas nachgeholfen. Das kann jeder selbst entscheiden.

Hühnersuppe

Das Hühnchenfleisch zusammen mit Zimt, Pfeffer, Nelken, Salz, Koriander, Chili und Ingwer in einen Topf geben und mit 1,2 Liter Wasser übergießen. Die Brühe zum Kochen bringen und dann auf kleiner Hitze mit geschlossenem Deckel für 1h köcheln lassen.
Ungefähr 10 Minuten vor Ende den Mangold von seinen Stängeln befreien und in halbwegs mundgerechte Stücke schneiden und blanchieren. Die Reisnudeln nach Packungsanweisung kochen.
Wenn die Brühe fertig gekocht ist, sie durch ein Sieb von den festen Stücken befreien. Das Fleisch eventuell vom Knochen lösen (Haut entfernen, außer man mag Haut) und in mundgerechte Stücke reissen.
Hühnerfleisch, Nudeln und Mangold mit Brühe übergiessen und mit Frühlingszwiebelstücken bestreut servieren.

Friands – kleine Mandelkuchen

Zutaten

  • Für 6 Friands
  • 100g Butter
  • 125g Puderzucker
  • 25g Mehl
  • 85g Mandeln,
    gemahlen
  • 3 Eiweiß
  • 1TL Vanilleextrakt
  • Zeste einer
    Zitrone

Ich habe meine Friands gerade noch vor dem Verbrennen retten können. Mein Ofen taug nix.Bei meinem ersten Besuch in Bielefeld war ich in einem sehr netten Café, dem M-Kaffee, in dem es neben grandiosem Kaffee auch super leckeres Gebäck gab. Eben auch Friands. Ich habe diese Küchlein vorher nie bewusst gesehen (auch wenn es nix besonders außergewöhnliches ist…) und zum Kaffee gegessen. Übrigens: der kleine Café Americano bei denen ist mit Abstand der größte den ich bisher irgendwo getrunken habe 😉

Zurück zu den Friands: dieses Gebäck ist leicht mit Muffins zu verwechseln, unterscheidet sich jedoch durch die vergleichsweise große Menge an Mandeln im Teig. Und diese geben den Friands einen leichten Marzipan-Geschmack und wer mich kennt: An Marzipan kann ich mich nicht satt essen.

Friands

Als erstes den Ofen auf 170 – 180°C vorheizen (je nach dem wie euer Ofen so ist…)

Eine Muffinform oder andere Backformen einfetten. Die 100g Butter schmelzen und zunächst beiseite stellen und etwas abkühlen lassen.

Nun den Puderzucker und das Mehl gesiebt in eine Schüssel geben und mit den Mandeln vermengen.

In einer zweiten Schüssel die Eiweiß aufschlagen bis sie schaumig werden (nicht fest!). In den trockenen Zutaten eine Kuhle bilden und das Eiweiß, das Vanilleextrakt und die Zitronenzeste hineingeben. Nun langsam die flüssige Butter hinzurühren bis ein sehr dickflüssiger Teig entsteht. Die Konsistenz ist zäher als Pfannkuchenteig aber auf jeden Fall noch flüssig.

Nun den Teig in die Muffinformen geben (Hat bei mir für 6 Stück gereicht) und für 15 – 20 Minuten backen bis sie gerade fest sind und goldbraun. Ob der Teig durch ist, wie immer mit einem Holzstäbchen testen. Da mein Ofen nicht der beste ist und immer zu heiß läuft habe ich einfach nach 12 Minuten den Ofen ausgemacht weil die Bräunung die richtige war, aber der Teig noch nicht gar und es in der Restwärme fertig backen lassen.

Das Blech anschließend für ca. 5 Minuten abkühlen lassen, die Friands aus dem Blech kippen und mit Puderzucker bestreut servieren.

Friands mit frisch gebrühtem Espresso

Pad Thai

Zutaten

  • 250g Wok Nudeln
  • Garnelen
  • 4 Eier
  • 1 Paprika
  • 1 Möhre
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 1 Hand voll Zuckerschoten
  • 1 Hand voll Sprossen
  • 1 Hand voll Erdnüsse,
    geröstet, ungesalzen
  • 2 EL Fishsauce
  • 2 EL Sojasauce
  • 1 EL Tamarindenpaste
  • 2 Limetten
  • 1 EL Rohrzucker

Fun-Fact: Anders als der Name vermuten lässt, ist das Pad Thai gar nicht so Thai. Schmeckt mir trotzdem 🙂 Ich mag die Mischung aus der salzigen Fish- und Soja-Sauce zusammen mit dem Rohrzucker und der Limette. Diese Würzmischung begeisterte mich schon am Thai-Curry und wird in diesem Rezept durch die Garnelen noch etwas verstärkt.

Die Grund-Idee des Rezeptes lässt sich auf verschiedene Varianten anwenden: Man hat einen Protein-Teil (Garnelen, Eier, Hühnchen, etc.). Dieser wird zu erst gegart und dann beiseite gestellt. Dazu kommt Gemüse (Möhren, Sprossen, Schoten, Paprika) die als nächstes auf hoher Hitze gegart werden. Dann eine Sauce und Reis-Nudeln. Fertig.

Ich gebe zu, dass ich in dieser Iteration des Pad Thai keine Reis-Nudeln, sondern Mie-Nudeln verwendet habe. Stört auch niemanden 😉

Diese Art von Wok-Gerichten ist meistens einfach und wahnsinnig schnell. Der Trick liegt darin, alle Zutaten vorzubereiten und die Pfanne lediglich vorzuheizen und auf voller Hitze zu lassen.

Pad Thai

Die Nudeln nach Packungsanweisung garen (meist mit kochendem Wasser übergießen und stehen lassen).
Zunächst wird das Gemüse, also Paprika und Möhre, in feine Streifen geschnitten. Die Garnelen müssen gewaschen werden und die Erdnüsse grob gehackt. Wenn sie noch nicht geröstet sind als erstes im Wok anrösten bis sie etwas Farbe bekommen. Den Knoblauch fein hacken.
Nun die Sauce vorbereiten: Die Sojasauce, die Fishsauce und die Tamarindenpaste in einem kleinen Topf verrühren und langsam erwärmen. Wenn die Sauce zu dickflüssig ist, mit etwas Wasser verdünnen. Die Sauce, je nach Salzigkeit der Sojasauce, noch mit etwas Salz abschmecken.
Nun den Zucker unterrühren und auflösen. Wer mag kann noch ein bisschen Chili nachwürzen.
Die Sauce vom Herd nehmen und zum Schluss noch den Saft einer Limette dazu geben.
Den Wok vorheizen. Höchste Stufe und das bleibt jetzt so.
Nun einen EL Erdnussöl (alt. Butterschmalz) in den Wok geben. Die 4 Eier dazu, kurz stocken lassen und dann zu Rührei verarbeiten.
Das Ei auf einem Teller beiseite legen und den Wok mit Küchenpapier säubern.
Nun wieder Öl (alt. Butterschmalz) in den Wok und die Garnelen rein. Die sind gut, wenn sie vollständig weiß geworden sind und an manchen stellen etwas Farbe bekommen.
Wer sich nicht sicher ist, bricht eine auf und schaut ob es bis in die Mitte weiß geworden ist.
Die Garnelen auf einen Teller und den Wok mit Küchenpapier auswischen.
Wieder etwas Öl in den Wok und nun Knoblauch, Paprika und Möhre scharf anbraten. Mit Sauce ablöschen und die Nudeln, Sprossen und Schoten dazu geben.
Das ganze jetzt gut rührend anbraten. Für etwa 5 Minuten.
Zum Schluss noch die Garnelen und das Ei unterrühren und wieder warm werden lassen. Mit Erdnüssen, Limette und Sprossen servieren

Tomaten-Brotaufstrich

Zutaten

  • 4 EL Tomatenmark
  • 1 Paprika
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 1 EL gehackter Basilikum
  • 1 TL Rosmarin
  • 1 TL Oregano
  • 1/4 TL Thymian
  • 1TL Rohrzucker
  • Salz, Pfeffer
  • 1TL Zitronenkonzentrat
  • 1 EL Balsamicoessig
  • 1 EL Reisstärke
  • 1 Eigelb

Am Ende des Monats bekommt Schnitte-Mit-Brot ein relativ hohen Stellenwert in meiner Rezept-Auswahl. Deswegen habe ich mal versucht dort ein bisschen Abwechslung rein zu bringen. In Supermarkt bin ich auf die absolut überteuerten veganen Brotaufstriche gestoßen. Das gab die Anregung für dieses Rezept.

Der Brotaufstrich ist extrem einfach zu machen: Alles in den Mixer. Es lohnt sich und hält sich dann auch eine Weile. Die Mengen die ich Angegeben habe, ergeben etwa 175g Aufstrich.

Ich weiß, mein Rezept ist nicht vegan. Man kann es aber vegan machen. Dafür ersetzt man das Eigelb durch 1-2 EL Reisstärke. Das hat allerdings den Nachteil, dass sich dadurch der Geschmack etwas verändert.

Zum Thema Reisstärke: Ich hatte noch „glutenous rice flour“ aus dem Asiamarkt zur Hand und habe das deswegen verwendet. Man kann aber genau so gut normale Speisestärke verwenden.

Tomaten-Brotaufstrich

Die Paprika in Würfel schneiden und den Knoblauch fein hacken. Zusammen mit den Gewürzen, dem Tomatenmark, der Stärke und dem Ei in einen Mixer geben und zu einer feinen Paste verarbeiten.

Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Damit die Stärke und das Ei die Masse abbinden können wird das ganze jetzt noch in einem kleinen Topf auf kleiner-mittlerer Hitze zum kochen gebracht. Gut umrühren, sonst brennt es euch an.

Das heiß machen, gibt uns auch die Gelegenheit den Aufstrich in einem Glas „einzukochen“ und damit noch länger Haltbar zu machen. Mein erstes Glas hat sich eine Woche im Kühlschrank gehalten und war dann auch noch nicht schlecht; nur alle.

Tarte de pommes – französischer Apfelkuchen

Zutaten

  • Für 20cm Boden + Rand:
  • 65g Mehl
  • 1/2 TL Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 42g Butter
  • 3 EL Wasser
  • 2-3 Äpfel
  • 1 EL zerlassene Butter
  • 2 TL Rohrzucker

Ich spreche kein Französisch. Das lag mir noch nie. Diese Sprache ist einfach nicht meins und in der Schule habe ich mich mehr schlecht als recht durch den Unterricht gequält. Aber was das Essen angeht, mag ich die französische Küche sehr wohl. Letztens erst das Baguette, davor der Coq au vin und heute quasi das passende Dessert dazu: Tarte de pommes. DER französische Apfelkuchen. Mit erstaunlich wenig Aufwand kann man sich diesen leckeren Kuchen backen.

Tarte de pommes

Für den Teig das Mehl, 1/2TL Zucker und Salz verrühren. Nach und nach das Wasser hinzugeben bis ein krümliger Teig entsteht (gegebenenfalls etwas mehr Wasser nehmen). Diesen auf einer bemehlten Oberfläche gut durchkneten bis ein ordentlicher Teig entsteht. Diesen packt man in Frischhaltefolie und legt ihn für mindestens 30 Minuten in den Ofen.

Den Ofen auf 200°C Vorheizen.

Die Äpfel schälen und entkernen. Anschließend in feine Scheiben schneiden.
Die Tarteform einfetten.
Den Teig auf ca 3mm dicke ausrollen und in der Form verteilen. Nun mit so vielen Äpfeln belegen wie Möglich.
Sowohl Teig als auch Äpfel mit der zerlassenen Butter bestreichen und anschließend den Rohrzucker über den Früchten verteilen.

Das ganze für etwa 40 Minuten in den Ofen geben. Wobei man ab und an mal nachschauen sollte, eventuell den Kuchen drehen und, wenn man so einen Ofen wie meinen hat, die letzten 10 Minuten nur noch mit Resthitze backen, damit die Äpfel nicht schwarz werden. Das muss man ausprobieren.

Alternative:
Wer keine Tarteform hat, der macht am besten die Doppelte Menge Teig und rollt auf 30cm aus. Belegt den Teig mit Äpfeln lässt aber ca 5cm Rand die man dann entweder umschlägt, oder (und das bleibt zu testen) man baut sich aus Alufolie einen Rand.

Statt dem Zucker auf den Äpfeln kann man auch aus dem Apfelabfall Sirup kochen. Dazu etwa 1:2:2 Apfelabfall:Zucker:Wasser einkochen. Das dauert etwa 30min um die Äpfel auszukochen und dann noch mal 20min um die gewünschte Konsistenz zu bekommen.
In meinem ersten Versuch habe ich beides gemacht. Zucker auf die Äpfel und Sirup. Das ist leider viel, viel, viel zu Süß. Daher würde ich empfehlen sich für eins zu entscheiden. Die erste Variante ist einfach und geht schnell. Die zweite schmeckt dafür etwas mehr nach Apfel.

Tarte de pommes

französisches Baguette

Zutaten

  • 600g Mehl (Type 550)
  • 380ml Wasser
  • 20g Hefe, frisch
  • 2 TL Salz

Frisches Baguette zum Frühstück erinnert mich immer wieder an die unzähligen Frankreichurlaube in der Bretagne als Kind. Wenn das Brot noch warm ist und die Butter zerläuft – es gibt einfach nichts besseres zum Frühstück.

Schon lange wollte ich einmal selbst eins backen. Nach dem ich die Croissants schon selbst gemacht hatte, konnte das ja nicht mehr ganz so schwer sein. Ist es auch nicht, zumindest wenn man etwas schummelt.

Selbstgebackene Baguette zum Frühstück einfach lecker. Die Bräunung kann jeder selbst bestimmen ;-)

Normalerweise ist Baguette ein sehr aufwändiges Brot. Die Wikipedia weiß zu berichten, dass die Teigführung lange dauert – man also viel Zeit mitbringen muss. Denn im Original wird mit einem Vor- und einem Hauptteig gearbeitet die erst zum Schluss zusammengeführt werden und dann das Baguette entstehen lassen. In diesem Rezept wird der „Vorteig“ einfach eine dickere Mehl-Hefe-Mischung sein – funktioniert auch.

Ich habe beide Varianten ausprobiert. Die Aufwändigere dauerte 2 Tage bis die Laibe bereit für den Ofen waren. Die Brote sind auch besser geworden, aber ich bezweifle, dass das am Teig lag. Eher daran, dass ich mehr Erfahrung beim Kneten hatte und wusste in etwa wie man bäckt. Ich bin der Meinung, der Aufwand lohnt nicht.

Das nachfolgende Rezept lohnt sich aber auf jeden Fall. Natürlich ist das kein Brot was man fix mal zusammenrührt und dann ist gut. Man kann es aber super am Vortag vorbereiten, die Baguette-Laibe formen und in Frischhaltefolie gepackt in den Kühlschrank stellen (auf ausreichend Platz achten, die Laibe werden weiter aufgehen). Am nächsten Morgen die Baguettes nur noch auf Zimmertemperatur kommen lassen (an einem warmen Ort für etwa 30 Minuten) und dann backen – et voilà: frisches französisches Baguette zum Frühstück. Wie im Urlaub.

Baguette

Die Hefe in 50ml Wasser auflösen. Das Mehl in eine große Schüssel geben und in der Mitte ein Loch formen. Die Hefe-Lösung in die Mitte geben und etwas Teig vom Randeinrühren, bis ein dickflüssiger Brei entsteht. Diesen Vorteig dann für 10 Minuten gehen lassen. Er sollte sich deutlich vergrößern.Nun 2 TL Salz in den restlichen 330ml Wasser auflösen und in den Teig geben und mit einem Holzlöffel langsam Mehl einrühren bis ein glatter Teig entsteht.

Den Teig auf eine bemehlte Oberfläche geben und für mindestens 10 Minuten ordentlich durchkneten. Nun die große Schüssel mit etwas Öl einreiben und den Teig hineingeben. Abgedeckt für 2 Stunden an einem warmen Ort gehen lassen. Der Teig verdoppelt sich mindestens in seiner Größe.

Die Kugel nun halbieren und in Baguette-Form bringen und für weitere 40 Minuten gehen lassen – mit einem Küchentuch bedeckt.

Den Ofen auf mindestens 250°C vorheizen. Die Baguettes kurz vorm Backen mit einem sehr scharfen Messer ein paar mal diagonal einritzen (ca 1cm) und mit einer Sprühflasche mit etwas Wasser besprühen.

Die beiden Brote dann im oberen Ofendrittel für insgesamt etwa 35 Minuten backen.
Nach zwei und weiteren fünf Minuten nochmals mit Wasser besprühen.

Bitte beim Backen ab und zu nach den Baguettes schauen. Wenn die richtige Bräunung (welche das ist, ist Geschmackssache), dann stellt man den Ofen aus und lässt die Restwärme den Teig gar backen.
Baguette, einfach

Linsen Dal

Zutaten

  • 300g rote Linsen
  • 2 EL Butterschmalz
  • 1/2 TL Kurkuma, gem
  • 1/4 TL Chilipulver
  • 1/2 TL Paprikapulver
  • 1 TL Garam Masala
  • 1 Lorbeerblatt
  • 2-3 Tomaten
  • Salz

Linsen Dal gehört definitiv zu den Gerichten aus der Kategorie „arme Leute essen“ die dennoch einfach genial schmecken.

Dieser einfache Linseneintopf braucht nicht viel. Linsen, ein paar Gewürze und ein paar frische Tomaten zum abrunden. Das war’s. Trotzdem überrascht es einen immer wieder wie voll dieses Dal im Geschmack doch ist.

Ich empfehle jedem mal dieses, optisch nicht besonders ansprechende, Rezept auszuprobieren. Es lohnt sich. Sättigend ist es zudem auch noch und daher optimal für die Ende-des-Monats-Küche geeignet 😉

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Linsen Dal mit Tomaten

Butterschmalz in einem Topf schmelzen und die gemahlenen Gewürze dazugeben. Die Linsen einrühren und anschwitzen lassen. Das ganze mit 1,2 Liter Wasser aufgießen und zum Kochen bringen. Nun das Lorbeerblatt hinzugeben und das ganze bei mittlerer Hitze etwa 20 Minuten köcheln lassen.
Am Ende mit Salz würzen (relativ viel) und wer mag mit etwas Zucker und/oder Essig abschmecken.
Das Dal schmeckt am besten, wenn man es noch einige Minuten ziehen lässt, bevor man es serviert.
Die Tomaten waschen und in kleine Stücke schneiden. Mit Petersilie oder Koriander und den Tomaten servieren. Dazu passt Naan-Brot oder Chapati.
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